Am 12. Juni 2013 veranstaltete die ÖDP eine Radrundfahrt im Landkreis Altötting mit ihrem Bundesvorsitzenden Frankenberger. Der ANA berichtete (+ Stellungnahme der BI). Die Argumentation erscheint ein wenig aus dem Parteiprogramm zusammengewürfelt und zugleich mit Partikular-Interessen vermischt. Zunächst ist die ständige Flächenversiegelung durch Straßen- und ndere Baumaßnahmen ein ernsthaftes Problem, das politisch angegangen werden muss. Dass der 2gleisige, elektrifizierte Ausbau München-Burghausen die B20 vom LKW-Verkehr entlasten könnte ist pures Wunschdenken. Und dass Anlieger einer Ortsumgehungs-Neubaustrecke lieber ihre ländliche Ruhe behalten wollen ist nachvollziehbar, kann aber eine dringend notwendige Verkehrs-Regulierung nicht per se als unnötig charakterisieren. 

Planung für die Ortsumgehung/B20 neu von Marktl bis Hochöster:

Hier der Beginn der Ortsumgehung im Norden Burghausens - Kreisverkehr mit Krake
Von oben: Zufahrt der B20 nach Burghausen (über die Brücke nach rechts)
Von links: Staatsstraße 2108 von Neuötting, Emmerting., Mehring-Öd
Krake.jpg(Foto: flyingsepp)



Hier die Trassenführungen für die Ortsumgehungen nach BI-Vorschlag
Bahn: rot KV-Terminal mit Zufahrt vom Industriebahnhof Wackerwerk
schwarz/weiß: Bestandsgleis Kastl-Pirach-Burghausen-Industriebahnhof
gelb: B20 neu, Ortsumgehung Burghausen bis Klosterhof (GVS Burgkirchen)
gelb/schwarz: Fortsetzung B20 neu Klosterhof bis Hochöster



Hier die Raumordnungstrassen zur Ortsumfahrung B20 neu
Trasse A: Vorzugstrasse
Trasse B (mit Tunnel): wurde aus Naturschutzgründen verworfen
Trasse C: zu dicht an Mehring

Und hier eine Leserbrief-Debatte,
nachdem der Gemeinderat von Mehring erneut die Ortsumgehung von Burghausen in einer Sellungnahme zum BVWP 2015 abgelehnt hat:


Kurzak-Gutachten: Bedingte Entlastung 

Zum Artikel "Mehring lehnt Ortsumfahrung ab" vom 24. Dezember und dem Leserbrief von Josef Weschta "Die Ortsumfahrung ist eine Entlastung" vom 5. Januar 2013:  

"Wenn im Leserbrief von Herrn Weschta der Eindruck erweckt wird, dass eine Ortsumfahrung Burghausen Trasse A die Verkehrsprobleme in der Marktler Straße und Berchtesgadener Straße wirksam lösen hilft, muss ich mich leider nochmals kurz zu Wort melden. Diese Behauptung ist aus meiner Sicht allgemein wenig hilfreich. Sehr vielen Burghauser Bürgern werden damit falsche Hoffnungen gemacht, die im Falle einer Realisierung der Ortsumgehung nur enttäuscht würden. Die Mehringer bringt es unnötig weiter in die Defensive.

Ich bitte dazu die offiziell zum Vorhaben ermittelten Entlastungszahlen im Verkehrsgutachten von Prof. Dr. Kurzak unter dem Stichwort Ortsumgehung nachzulesen. Es ist im Internet leicht zu finden. Alles Weitere möchte ich nicht mehr kommentieren und hoffe aber trotzdem, einen Beitrag zum besseren Verständnis gegeben zu haben." 

Stephan Beutlhauser2. Bürgermeister Mehring


" Kurzak-Gutachten ignoriert lokale Aspekte"         BuA vom 15.01.2013

Bürgerinitiative Verkehrskonzept Burghausen spricht von fehlerhaften und überholten Daten

Burghausen. In einem Leserbrief hat Mehrings 2. Bürgermeister Stephan Beutlhauser in der Samstagausgabe eine große Entlastung Burghausens durch eine Umgehungsstraße in Frage gestellt und dazu das Gutachten des Münchner Verkehrsexperten Prof. Harald Kurzak angeführt, das nur eine geringe Entlastung vorhersage.

Dem widerspricht die Bürgerinitiative Verkehrskonzept Burghausen vehement. In einer Pressemitteilung betont die Bürgerinitiative , das Gutachten sei von ihr bereits 2010 als fehlerhaft eingestuft worden, was die Entlastungswirkung betrifft. "Unsere Ergebnisse hat Prof. Kurzak bestätigt", so Bernd Passer vom Sprecherkreis der Bürgerinitiative.

In der Stellungnahme der Bürgerinitiative heißt es weiter: "Herr 2. Bürgermeister Beutlhauser kann das Märchen von der mangelhaften bis fehlenden Entlastung in der Marktler und Burgkirchener Straße so oft zitieren wie er mag. Es bleibt ein Märchen.Bei den Prognosen für die Verkehrszunahme hat Prof. Kurzak einige Randbedingungen nicht beachtet. So ignorierte er noch 2009 die Verkehrsprognose des Bundesverkehrsministerium für 2025 aus dem Jahr 2007, die dem Schwerlastverkehr nach Südost-Europa und nach Österreich eine Zunahme von 5% pro Jahr zuordnet. Prof. Kurzak verwendet die durchschnittliche bundesdeutsche Steigerung für den Gesamtverkehr (einschl. Pkw) von 0,88% pro Jahr. In Burghausen macht sich dies als Lkw-Durchgangsverkehr bemerkbar.

Prof. Kurzak ignoriert auch die Verlagerung der Lkw-Pforte zum Wackerwerk in der Burgkirchener Straße. Diese generiert heute in Burghausen Ziel-/Quellverkehr. Nach Errichtung der Zufahrt an der Haiminger Straße ist es reiner Durchgangsverkehr, der dann auf die Ortsumgehung abgeleitet wird. Jährlich 72 000 Hübe am Güterverkehrszentrum bedeuten 72 000 Lkw-Fahrten, die, soweit sie Versender bzw. Adressaten südlich und westlich Burghausens betreffen, die Umgehungsstraße befahren werden.

Herr Beutlhauser mag als 2. Bürgermeister die Belastung von Mehring fürchten. Diese Belastung für Mehring wird jedoch durch gesetzliche Anwohner-Schutzmaßnahmen für Neubauten weitestgehend minimiert. Sie ist aber logischerweise auch 1:1 eine Entlastung der Burghauser Wohnstraßen. Wenn er diese Entlastungswirkung für Burghausen verneint, kann die Mehringer Belastung nicht so hoch sein, wie sie dargestellt wird."

Das Gutachten von Prof. Kurzak und die Studie der BI Verkehrskonzept Burghausen zu dem Gutachten können auch auf www.bi-verkehrskonzept-bgh.de/ eingesehen werden.          − red


Am 6.1.2012 berichtete der ANA über den Status der Planungen und die geplanten Abläufe für die Ortsumgehung Burghausen.  Dazu Reaktionen und Leserbriefe aus Mehring und aus Burghausen.

Weitere Informationen zur Diskussion um die Ortsumgehung von Burghausen als B 20 neu: das Gutachten von Prof Kurzak ; die Stellungnahme der BI zum Gutachten;
der Schriftwechsel der BI mit Prof. Kurzak. Hier noch die Landesplanerische Beurteilung der im Raumordnungsverfahren untersuchten Trassen für die Ortsumgehung:

LKW-Zuwachsprognose der BI bestätigt sich

Dokumentation Archiv
BI Verkehrskonzept Burghausen, Marienberger Str. 48, 84489 Burghausen, Spendenkonto Kreissparkasse Altötting - Mühldorf BLZ: 71051010 Kto-Nr. 21725




 

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